Bilder: Sprache des Geistes/Bewusstseins/Göttlichen

Bilder: Sprache des Geistes/Bewusstseins/Göttlichen

 

Als menschliche Wesen sagen wir zueinander:

– Mal es dir aus. (Englisch: PICTURE this)
–  Kannst du dir das vorstellen …? (Englisch: IMAGINE)
– Siehst du was ich meine? (Englisch: SEE)

Die Verwendung von Wörtern wie BILD – VORSTELLUNG – SEHEN – sind tiefe Reflexionen davon, wie unser Geist Informationen verarbeitet, die uns über unsere Sinne erreichen. Wir verarbeiten ALLE hereinkommenden Informationen durch BILDER.

Sprachliche Kommunikation besteht aus der Übertragung von immateriellen Ideen oder Konzepten von einer Person (Sprecher oder Schreiber) zu einer anderen (Hörer oder Zuhörer) mittels materieller Zeichen wie Notizen auf dem Papier oder Vibrationswellen in der Luft.

Durch das Lesen eines Textes unterliegen wir einem Sehprozess, wodurch in unserem Gehirn materielle Zeichen in Konzepte übersetzt werden.

Die traditionelle Interpretation der Kommunikation gibt vor, das materielle Zeichen als bloße Erscheinung einer ihm zugrunde liegenden idealen Realität zu behandeln.

Wenn die Kommunikation auf diese Weise interpretiert wird, wird das Zusammenspiel von Zeichen nicht als selbstständige Realität behandelt. Vielmehr wird das Zeichen als Signifikant, Indikator oder Erscheinung einer bedeutenden, wesentlichen Wirklichkeit genommen, die ihm zugrunde liegt. Diese Realität ist der Begriffsinhalt, der irgendwie im Gehirn der kommunizierenden Person festgehalten wird.

Diese scheinbar moderne Denken war den alten Ägyptern bekannt, wenn wir den Text der Shabaka Stele überprüfen, die zwar nur auf 700 v.Chr. datiert wird, aber sprachliche, philologische und andere Beweise unterstützen ihrer Ableitung von einem ursprünglichen Text, der mehr als 2.000 Jahre älter ist. Abschnitt 55 dieses ägyptischen Dokuments lautet:

Der Anblick der Augen, das Gehör der Ohren und der Geruch der Luft durch die Nase, berichten sie an das Herz. Das ist es, was jedes vollständige (Konzept) veranlasst, hervorzukommen und es ist die Zunge, die verkündet, was das Herz denkt. Die Sinne berichten dem Herzen und mit diesem Informationsmaterial konzipiert das Herz Gedanken und gibt sie heraus, welche dann die Zunge, als ein Bote, in wirksame Äußerungen umsetzt.“

Das Herz symbolisiert im Alten Ägypten das Bewusstsein. Daher wird die Information über die fünf Sinne zur Einbildungskraft geleitet, deren physischer Sitz sich im Frontallappen des Gehirns befindet.

Die gesammelten Daten der fünf Sinne – dieses intime erhaltene Wissen – wird durch die Fantasie vereint. Der fantasievolle „Schweißprozess“ folgt nicht dem Weg der Vernunft und Logik. Der Geist häuft die Wahrnehmungsdaten an und macht einen „Sinn“ aus ihnen. Im Gegenzug vereint sich die Fantasie in einer ähnlichen, nicht logischen Art und Weise.

Die Fantasie schweift von einem Ding zum anderen. Sie erhält viele Dinge von fast völlig unterschiedlicher Art, die jedoch ein Tausendstel einer Qualität gemeinsam haben.  Vorausgesetzt, dass sie neu und bemerkenswert sind, gehören diese Dinge in eine Kategorie der Fantasie und nicht in einen groben natürlichen Bereich, das heißt, nicht in eine Sammlung von Daten, die durch bloßes Kopieren ankamen. Die Sprache öffnete dadurch den neuen Bereich der Spiritualität, wo Vorstellungen, Erinnerungen und Folgerungen von entscheidender Bedeutung geworden sind, im Gegensatz zu der niederen psychischen Tätigkeit, die die unmittelbaren Wahrnehmungen der Sinnesorgane betrifft. Es war sicherlich eine der wichtigsten Etappen auf dem Weg, ein Mensch zu werden.

Daher sind solche repräsentativen wahren Bilder im Geist/Bewusstsein die wahren Realitäten des Universums. Es sollte daraus geschlossen werden, dass eine vollständige Übereinstimmung zwischen den Bewusstseins und der Welt existiert. Es ist das transzendentale Bewusstsein, welches sich zum irdischen Himmel begibt, wieder mit dem notwendigen zusätzlichen Merkmal, diesen als Himmel zu erhalten, sodass seine Bewohner wissen, dass sie da sind. Genauer gesagt, sind sie sich der Korrespondenz zwischen dem Bewusstsein und dem Bewusstsein sicher, und so jeglichem möglichen Bewusstsein und damit auch der Welt.

 

[Ein Auszug aus dem Buch “Die metaphysische Sprache der ägyptischen Hieroglyphen” von Moustafa Gadalla]

Buchinhalt auf https://egypt-tehuti.org/product/die-metaphysische-sprache-der-agyptischen-hieroglyphen/

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